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Crescendo · II. Gefunden werden

Website bei Google anmelden: was wirklich nötig ist

Aktualisiert am 24. September 20263 Min. Lesezeit

Streng genommen muss man eine Website bei Google gar nicht anmelden: Der Crawler findet sie über Links. Trotzdem lohnt sich die Search Console – weniger, um gefunden zu werden, als um zu sehen, was Google sieht.

Tag 0Website onlineTag 1Search Console,SitemapTage bis Wochenerste Seitenim IndexMonatestabileSichtbarkeit
Grober Ablauf nach dem Start einer neuen Website. Die Zeiträume schwanken stark.

T. 1Wie Google neue Seiten findet

Google entdeckt Seiten vor allem, indem es Links folgt. Verweist eine bereits bekannte Seite auf eine neue Adresse, landet diese in der Warteschlange des Crawlers. Eine zweite Quelle sind Sitemaps, also Listen von Adressen, die der Websitebetreiber bereitstellt. Eine „Anmeldung“ im Sinne eines Formulars, das die Aufnahme in den Index garantiert, gibt es nicht.

Früher war es verbreitet, Sitemaps per „Ping“ an Google zu melden – eine einfache Web-Adresse, die man aufrief. Google hat diesen Weg 2023 abgeschaltet, weil er kaum nützte und überwiegend von Spam genutzt wurde. Übrig bleiben die Angabe der Sitemap in der Datei robots.txt und das Einreichen über die Search Console.

T. 2Schritt 1: Search Console einrichten

Die Google Search Console ist kostenlos und braucht ein Google-Konto. Beim Hinzufügen einer Website gibt es zwei Arten von „Properties“:

  • Domain-Property: erfasst alle Varianten (mit und ohne www, http und https, Subdomains). Die Bestätigung erfolgt über einen TXT-Eintrag im DNS der Domain.
  • URL-Präfix-Property: erfasst nur Adressen, die mit genau diesem Präfix beginnen. Bestätigung unter anderem per HTML-Datei oder Meta-Tag möglich.

Wer Zugriff auf die DNS-Einstellungen hat, sollte die Domain-Property wählen. Sie ist vollständiger und übersteht Umzüge zwischen www und ohne.

T. 3Schritt 2: Sitemap einreichen

Die meisten Content-Management-Systeme erzeugen eine Sitemap automatisch, oft unter /sitemap.xml. In der Search Console wird ihre Adresse unter „Sitemaps“ eingetragen. Zusätzlich gehört eine Zeile in die robots.txt:

Sitemap: https://www.example.de/sitemap.xml

Damit finden auch andere Suchmaschinen die Liste. Die Sitemap sollte nur Seiten enthalten, die tatsächlich im Index landen sollen – keine Weiterleitungen, keine Seiten mit „noindex“.

T. 4Schritt 3: Einzelne Adressen prüfen

Mit der URL-Prüfung lässt sich für jede Seite nachsehen, ob Google sie kennt, wann sie zuletzt gecrawlt wurde und ob Probleme vorliegen. Über „Indexierung beantragen“ kann man eine neue oder geänderte Seite vormerken lassen. Das ist ein Hinweis, kein Befehl: Google entscheidet selbst, ob und wann die Seite aufgenommen wird.

T. 5Häufige Gründe, warum Seiten fehlen

  • Ein vergessenes noindex aus der Entwicklungsphase im Seitenkopf.
  • Die robots.txt sperrt Verzeichnisse, die eigentlich öffentlich sein sollen.
  • Die Seite ist ein Duplikat einer anderen und wird deshalb nicht separat geführt – siehe Duplicate Content vermeiden.
  • Kein einziger Link führt zur Seite, auch nicht intern.
  • Der Inhalt ist sehr dünn oder bietet nichts, was es nicht schon vielfach gibt.

T. 6Und die anderen Suchmaschinen?

Bing bietet mit den Bing Webmaster Tools ein vergleichbares Werkzeug; dort lässt sich eine bestehende Search-Console-Property sogar übernehmen. Wie Ecosia, DuckDuckGo und andere zu ihren Ergebnissen kommen, erklärt der Beitrag Website in Ecosia eintragen. Die offizielle Anleitung von Google steht in der Search-Console-Hilfe.

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