Legato · II. Gefunden werden
Linkbuilding ohne Tricks: wie Verweise entstehen
Aktualisiert am 24. September 20262 Min. Lesezeit
Verweise von anderen Websites sind seit den Anfängen der Suchmaschinen ein Signal für Relevanz. Deshalb werden sie gekauft, getauscht und gefälscht – und deshalb lohnt ein nüchterner Blick darauf, welche Wege dauerhaft tragen.
T. 1Warum Links zählen
Ein Link ist eine Empfehlung: Eine Website verweist auf eine andere, weil sie dort etwas Nützliches vermutet. Dieses Prinzip lag schon dem PageRank-Verfahren zugrunde, mit dem Google Ende der 1990er Jahre bekannt wurde. Heute berücksichtigen Suchmaschinen sehr viele weitere Signale, aber Verweise aus thematisch passenden, vertrauenswürdigen Quellen spielen weiterhin eine Rolle.
Gerade weil Links wirken, gibt es einen großen Markt für gekaufte und künstliche Verweise. Google bezeichnet solche Praktiken in seinen Spam-Richtlinien als Linkspam und wertet sie ab oder ignoriert sie. Wer sich darauf verlässt, baut auf Sand.
T. 2Was Google als Linkspam nennt
- Links gegen Bezahlung, die nicht als solche gekennzeichnet sind (etwa mit
rel="sponsored"). - Übermäßiger Linktausch nach dem Muster „verlinkst du mich, verlinke ich dich“.
- Automatisch erzeugte Links in Kommentaren, Foren oder Profilen.
- Große Gastbeitrags-Kampagnen mit vorgegebenen, keywordreichen Linktexten.
- Netzwerke von Websites, die nur existieren, um aufeinander oder auf Dritte zu verlinken.
T. 3Wege, die tragen
- Inhalte, auf die man gern verweist
- Eigene Daten, gründliche Anleitungen, Übersichten, Werkzeuge, gute Grafiken. Das ist der langsamste, aber haltbarste Weg.
- Beziehungen
- Lieferanten, Partner, Vereine, Veranstalter: Wer tatsächlich zusammenarbeitet, verweist oft auch aufeinander – und das ist kein Tausch, sondern eine echte Verbindung.
- Einträge dort, wo Menschen suchen
- Branchenverzeichnisse von Kammern und Verbänden, Vereinsregister der Stadt, regionale Portale. Qualität vor Menge: Ein Eintrag bei der Handwerkskammer wiegt mehr als zwanzig in beliebigen Webkatalogen.
- Öffentlichkeitsarbeit
- Eine gute Geschichte, eine Studie, ein Ereignis: Wenn Redaktionen berichten, entstehen Verweise nebenbei.
- Erwähnungen einsammeln
- Manchmal wird ein Unternehmen genannt, aber nicht verlinkt. Eine freundliche Nachricht an die Redaktion genügt oft.
T. 4Linktexte
Der sichtbare Text eines Links sagt Lesern und Suchmaschinen, was sie erwartet. „Hier“ oder „mehr“ verschenken diese Information. Umgekehrt wirkt es unnatürlich, wenn alle Verweise auf eine Seite exakt denselben Suchbegriff tragen. Natürliche Links sind vielfältig: mal der Name der Website, mal die Adresse, mal ein beschreibender Satzteil.
T. 5Messen, ohne verrückt zu werden
Die Google Search Console zeigt unter „Links“ eine Auswahl der externen Verweise, die Google kennt. Kommerzielle Werkzeuge bieten umfangreichere Datenbanken. Wichtiger als die Zahl ist die Frage, woher die Verweise kommen: Würde ein Mensch, der die verweisende Seite liest, den Link sinnvoll finden? Dann ist er in Ordnung.
Die aktuellen Spamrichtlinien der Google-Suche beschreiben ausführlich, welche Praktiken als Linkspam gelten. Die Grundlagen der Indexierung erklärt der Beitrag Website bei Google anmelden.