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Liebe T-Com,

| 1 Kommentar

Wundern Sie sich, warum Ihr Unternehmen keinen guten Ruf hat. Ist es Ihnen ein Rätsel, warum Ihre Aktien immer tiefer in den Keller fallen? Ist es für Sie neu, dass jedermann in jedweder Gesprächsrunde eine negative Anekdote über eine Erfahrung mit Ihrem Konzern zum Besten geben kann? Mir nicht. Nicht mehr!

Deshalb veröffentliche ich diesen offenen Brief, damit Sie und auch alle Anderen Einblick in die Machenschaften eines vermeintlich professionellen Telekommunikationskonzerns bekommen. Ungeschönt und nur die Wahrheit.

Kurzfassung

Bestellung eines Telefonanschlusses: Keine Auftragsbestätigung.
Anruf von der T-Com, Abteilung Tiefbau: Adresse nicht vorhanden. Klärung: Bei der T-Com läuft die Hausnummer 19/3 auf 19/2.
Techniker kommt ohne Termin vorort: So spontan habe ich kein Zeit. Techniker muss also wieder gehen.
1 Stunde und 10 Minuten Warteschleife für drei Minuten Gespräch: Aber neuer Terimin ist vereinbart.
Neuer Termin: Wir da, Techniker kommt nicht!

Die Misere en detail

Das hört sich jetzt Alles in Allem nicht weiter frustrierend an, aber bitte folgen Sie meiner detaillierten Ausführung. Ich hoffe, Sie werden dann verstehen.

Dass ich nach meiner Onlinebestellung eines stinknormalen T-Net Anschlusses keine E-Mail zur Auftragsbestätigung bekomme, kann ich ja noch hinnehmen. Schließlich ist die Telekom nicht Amazon, oder ebay die sich auf’s Onlinegeschäft spezialisiert haben.

Der Anruf ihres Tiefbautechnikers eine Woche später bestätigte mir ja, dass der Auftrag eingegangen ist. Aber seine Behauptung, dass es das Haus an meiner zukünftigen Adresse nicht gäbe ist schlicht weg falsch! Ich war da schon. Das Haus gibt es. Wie kommen Sie dazu ein abweichendes Adressverzeichnis von den kommunal üblichen zu führen? Gibt es bei T-Com propertiäre Stadtpläne von denen mir nichts bekannt ist? Jedenfalls konnte ich Ihn überzeugen, dass er dort keine Löcher bohren und Kabel legen muss. Uff. Aber es geht weiter.

Gemeinhin würde ich mich ja freuen, dass mich ein Telekom Techniker aus heiterem Himmel anruft, behauptet vor meiner Tür zu stehen und meinen Anschluss schalten zu wollen. Aber da ich noch nicht mal eine Auftragsbestätigung, geschweige denn eine Terminmitteilung erhalten habe, überrascht mich der Anruf doch. Verblüffender Weise überrascht es den Herrn, dass ich nicht einfach „kurz vorbeikommen“  kann um ihm Tür und Tor zu öffnen. Liebe T-Com: In Deutschland gibt es ca. 82 Millionen Einwohner wovon ca. 77 Millionen berufstätig sind. Ich auch! Ich kann nicht einfach „kurz vorbeikommen“. Also musste ich Ihren Mitarbeiter leider wieder nachhause schicken. Der spöttischen Verweis darauf, dass ich mich dann selbst um einen neuen Termin kümmern müsse, trug übrigens nicht zu meiner Erheiterung bei. Dies nur am Rande.

Ebenfalls wenig erheiternd war für mich auch die folgende Odyssee durch die dunkelsten Hotline Kanäle der T-Com. Ein neuer Termin war schnell vereinbart, aber die Prozedur am nächsten Tag, wie mit der mäßig freundliche Dame vereinbart, mir eine Terminbestätigung geben zu lassen schreibt sich „von“: Ich verbrachte eine Stunde und 10 Minuten in irgendwelchen Warteschleifen um letztendlich mit einem gut gemeinten Trick eines Service Mitarbeiters die Hürden des Sprachwahl Menüs zu einem zuständigen Mitarbeiter überwinden zu können. Nachrechnung: 1 Stunde 10 Minuten warten für drei Minuten Gespräch. Schlechteres Verhältnis als bei jedem Arzt.

Jedenfalls war der Termin für den 30.3.07 ab 16 Uhr veranschlagt und bestätigt. Und wer war am 30.3.07 ab 16 Uhr in der Wohnung und wartete? Ich… – nicht, ich war krank. Kommt auch mal vor. Aber meine mir vom Standesamt zugedachte Freundin war da. Bis 17 Uhr. Auch bis 18 Uhr. Sogar bis 19 Uhr. Und auch bis 19.30 Uhr! Aber es kam niemand. Alles was wir (heute) im Briefkasten fanden war ein Zettel, dass wir bitte einen neuen Termin vereinbaren sollen. Die vorgedruckten Formularfelder wann und wer bereits hier war und niemanden angetroffen hat waren, natürlich, nicht ausgefüllt.

Liebe T-Com: Wie lange wollen wir noch Termin Ping-Pong spielen, bis sich jemand erbarmt zu einem verabredeten Zeitpunkt unseren Anschluss zu schalten? Ich habe langsam die Faxen dicke! Was ihr Kundenservice nennt ist in meinen Augen strafbar.

 

Ein Kommentar

  1. Servus Thomas,

    nimm doch Kabel BW. Wobei… die sind auch nicht besser! 😉
    Oder Versatel, soll in OX ja funktionieren.

    Viel Spass noch mit den Telekomikern.

    Gruß Thomas

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