Artikel in On the road
Motorradfahrer töten nicht…
- Motorradfahrer werden getötet, behaupten zumindest die Aufnäher (Patches), die sich viele der zweiradfahrenden Zeitgenossen auf die Lederweste nähen.
Aber manche müssen sich auch nicht wundern. Beispiel: Gestern Abend, Dämmerung, A5 Frankfurt Richtung Karlsruhe. Ich tucker gemütlich auf der linken Spur an einem Mercedes vorbei. Plötzlich vernehme ich ein tiefes Brummen hinter mir, das auf einen großmotorigen Sportwagen schließen lässt. Ich versuche diesen im Rückspiegel auszumachen – doch da ist nichts. Auch in den beiden Außenspiegeln lässt sich nichts erkennen, was in der Lage wäre mich zu überholen. Doch da, wie aus dem Nichts, schießt ein offensichtlich völlig bekloppter Mottorradfahrer zwischen mir und der Leitplanke hindurch.
Freiraum zwischen mir und der Plake: ca. 1,5 m
Meine aktuelle Geschwindigket: ca. 180 km/h
Seine/Ihre Geschwindigkeit (geschätzt): ca. 220 km/h
Liebe Biker,
ich habe nichts gegen euch, im Gegenteil. Ich lasse euch gerne vorbei, wenn ich euch sehe. Aber wenn ihr nicht als dunkelroter Fleck auf dem Asphalt oder an der Leitplanke enden wollt. dann fahrt bitte hinter den Verkehrsteilnehmern, die ihr überholen wollt und klebt nicht bei diesem Affentempo mit einem halben Meter Abstand an der linken Kante der vorherfahrenden Stoßstange. Sonnst kann man euch nicht Platz machen und schon gar nicht beim Bremsen auf euch Rücksicht nehmen.
Jedenfalls grenzt es an Harakiri, solche hirnlosen Überholaktionen zu starten. Wenn euch euer Leben nichts wert ist, dann denkt wenigstens an die, die nacher damit leben müssen einen von euch platt gequetscht und überfahren zu haben.
Es gbit Dinge, die sind schlimmer als tot zu sein.
Highway to of hell
Meine “Lieblingsstraße”, die B30 bereitet mir zunehmends Kummer. An die Dauerbaustelle bei Bad Waldsee (bekannt durch Funk und Fernsehen) habe ich mich inzwischen gewöhnt, aber gestern sperrten diese Pisten – Aufreißer auch noch die Strecke zwischen Geißbeuren und Ravensburg. Für diesen Umweg kalkulierte ich heute morgen eine halbe Stunde länger und was war? – Sie sperrten noch ein Wegstück früher ab, so dass ich eine satte Umleitung von ca. 25 Km auf meinem onehin schon weitem Weg zur Arbeit habe. Klasse. Zu der Begebenheit passt dieses Zitat eigentlich ganz gut:
Aus dem Chaos hörte ich eine Stimme, die mir sagte “Sei froh und lächle, es könnte schlimmer kommen”. Und ich war froh, und ich lächelte, … und es kam schlimmer.
· Tags B30
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Hier textet und bildert Thomas Remensperger.