100% vol Thomas, gebraut nach dem schwäbischen Reinheitsgebot von 1981

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Thomas Remensperger Hier textet und bildert Thomas Remensperger.
Ich bin 25 26, lebe im Raum Oberschwaben, arbeite als Software Entwickler und beschäftige mich mit ERP Systemen und eBusiness.

Archive für 04.2007

Liebe T-Com (2),

man hält es nicht für möglich – ich habe einen Telefonanschluss. Summa summarum hing ich dafür zwei geschlagene Stunden in den Warteschleifen der Service (?!) – Hotlines der T-Com und wurde von Pontius zu Pilatus verbunden. Das Frustrierendsde an der ganze Geschichte ist nicht, dass die T-Com nicht im Stande ist mit einem Kunden einenen Vororttermin zu vereinbaren und diesen dann auch einzuhalten, nein. Das wirklich Ärgerliche ist, dass ich gar keinen Termin gebraucht hätte.

Ein freundlicher Mitarbeiter der T-Com (ja auch solche gibt es, auch wenn es gegen die Dienstvorschrift zu sein scheint) prüfte beiläufig meine Telefonleitung und bemerkte, dass alles was mir zu einem funktionierenden Anschluss fehlen würde, ein Telefon am Ende der Leitung sei. Na da sag ich einfach mal:

T-Anke


5 Kommentare »

Liebe T-Com,

Wundern Sie sich, warum Ihr Unternehmen keinen guten Ruf hat. Ist es Ihnen ein Rätsel, warum Ihre Aktien immer tiefer in den Keller fallen? Ist es für Sie neu, dass jedermann in jedweger Gesprächsrunde eine negative Anekdote über eine Erfahrung mit Ihrem Konzern zum Besten geben kann? Mir nicht. Nicht mehr!

Deshalb veröffentliche ich diesen offenen Brief, damit Sie und auch alle Anderen Einblick in die Machenschaften eines vermeintlich professionellen Telekommunikationskonzerns bekommen. Ungeschönt und nur die Wahrheit.

Kurzfassung

Bestellung eines Telefonanschlusses: Keine Auftragsbestätigung.
Anruf von der T-Com, Abteilung Tiefbau: Adresse nicht vorhanden. Klärung: Bei der T-Com läuft die Hausnummer 19/3 auf 19/2.
Techniker kommt ohne Termin vorort: So spontan habe ich kein Zeit. Techniker muss also wieder gehen.
1 Stunde und 10 Minuten Warteschleife für drei Minuten Gespräch: Aber neuer Terimin ist vereinbart.
Neuer Termin: Wir da, Techniker kommt nicht!

Die Misere en detail

Das hört sich jetzt Alles in Allem nicht weiter frustrierend an, aber bitte folgen Sie meiner detaillierten Ausführung. Ich hoffe, Sie werden dann verstehen.

Dass ich nach meiner Onlinebestellung eines stinknormalen T-Net Anschlusses keine E-Mail zur Auftragsbestätigung bekomme, kann ich ja noch hinnehmen. Schließlich ist die Telekom nicht Amazon, oder ebay die sich auf's Onlinegeschäft spezialisiert haben.

Der Anruf ihres Tiefbautechnikers eine Woche später bestätigte mir ja, dass der Auftrag eingegangen ist. Aber seine Behauptung, dass es meine zukünftige Adresse nicht gäbe ist schlicht weg falsch! Ich war da schon. Die Adresse gibt es. Wie kommen Sie dazu ein abweichendes Adressverzeichnis von den kommunal üblichen zu führen? Gibt es bei T-Com propertiäre Stadtpläne von denen mir nichts bekannt ist? Jedenfalls konnte ich Ihn überzeugen, dass er dort keine Löcher bohren und Kabel legen muss. Uff. Aber es geht weiter.

Gemeinhin würde ich mich ja freuen, dass mich ein Telekom – Techniker aus heiterem Himmel anruft, behauptet vor meiner Tür zu stehen und meinen Anschluss schalten zu wollen. Aber da ich noch nicht mal eine Auftragsbestätigung, geschweige denn eine Terminmitteilung erhalten habe, überrascht mich der Anruf doch. Verblüffender Weise überrascht es den Herrn, dass ich nicht einfach "kurz vorbeikommen" kann um ihm Tür und Tor zu öffnen. Liebe T-Com: In Deutschland gibt es ca. 82 Millionen Einwohner wovon ca. 77 Millionen berufstätig sind. Ich auch! Ich kann nicht einfach "kurz vorbeikommen". Also musste ich ihren Mitarbeiter leider wieder nachhause schicken. Der spöttischen Verweis darauf, dass ich mich dann selbst um einen neuen Termin kümmern müsse, trug übrigens nicht zu meiner Erheiterung bei. Dies nur am Rande.

Ebenfalls wenig erheiternd war für mich auch die folgende Odyssee durch die dunkelsten Hotline Kanäle der T-Com. Ein neuer Termin war schnell vereinbart, aber die Prozedur am nächsten Tag, wie mit der mäßig freundliche Dame vereinbart, mir eine Terminbestätigung geben zu lassen schreibt sich "von": Ich verbrachte eine Stunde und 10 Minuten, ich hab auf die Uhr geschaut, in irgendwelchen Warteschleifen um letztendlich mit einem gut gemeinten Trick eines Service Mitarbeiters die Hürden des Sprachwahl Menüs zu einem zuständigen Mitarbeiter überwinden zu können. Nachrechnung: 1 Stunde 10 Minuten warten für drei Minuten Gespräch. Schlechteres Verhältnis als bei jedem Arzt.

Jedenfalls war der Termin für den 30.3.07 ab 16 Uhr veranschlagt und bestätigt. Und wer war am 30.3.07 ab 16 Uhr in der Wohnung und wartete? Ich… – nicht, ich war krank. Kommt auch mal vor. Aber meine mir vom Standesamt zugedachte Freundin war da. Bis 17 Uhr. Auch bis 18 Uhr. Sogar bis 19 Uhr. Und auch bis 19.30 Uhr! Aber es kam niemand. Alles was wir (heute) im Briefkasten fanden war ein Zettel, dass wir bitte einen neuen Termin vereinbaren sollen. Die vorgedruckten Formularfelder wann und wer bereits hier war und niemanden angetroffen hat waren, natürlich, nicht ausgefüllt.

Liebe T-Com: Wie lange wollen wir noch Termin Ping-Pong spielen, bis sich jemand erbarmt zu einem verabredeten Zeitpunkt unseren Anschluss zu schalten? Ich habe langsam die Faxen dicke! Was ihr Kundenservice nennt ist in meinen Augen strafbar und nennt sich Mobbing!

Amen.


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